Verhütungsberatung / -verordnung

IMG 6509cDie Beratung zu Methoden der Schwangerschaftsverhütung gehört zu den Kernprozessen unserer Frauenarztpraxis. Durch immer weitere Entwicklungen auf diesem Gebiet ist sie mittlerweile weit mehr als nur die simple Verordnung der Pille. Die Wünsche unserer Patientinnen sind vielfältiger und konkreter geworden, die Verhütungsmethode muss heute mehr können als das reine Abwenden einer ungewollten Schwangerschaft. Im Gespräch mit Ihnen wollen wir auf Ihre individuellen Wünsche und Lebenssituationen eingehen.

• Chemische Verhütungsmethoden
• Das Diaphragma

• Das Hormonimplantat

• Das Kondom

• Das Verhütungspflaster

• Der Verhütungscomputer

• Der Verhütungsring

• Die Dreimonatsspritze

• Die Hormonspirale

• Die Kupferspirale

• Die Minipille

• Die Pille

• Die Pille danach

• Die Sterilisation

• Verhütung nach der Geburt


Hinter dem Thema Verhütung verbergen sich weit mehr Aspekte als rein sachliche und medizinische Informationen. In welcher Lebenssituation befindet sich die Frau/der Mann, beruflich, finanziell im sozialen Umfeld, wie ist die weitere Familienplanung? Auch diese Aspekte beeinflussen die Entscheidung für oder gegen ein Verhütungsmittel.

Für Frauen hat sich durch die modernen Möglichkeiten der Schwangerschaftsverhütung viel geändert. Sie können unabhängiger und freier planen, berufliche Perspektiven ebenso verwirklichen und eigenständig gestalten wie Partnerschaft, Familie und Kinder. Durch den sicheren Empfängnisschutz ist ein freier und unverkrampfter Umgang mit Sexualität möglich. Diese Errungenschaften möchte heute keine Frau mehr missen.

Auch für Männer ist das Thema Verhütung heute wichtig, sie teilen die Verantwortung mit ihren Partnerinnen, auch wenn aufgrund mangelnder geeigneter Möglichkeiten die aktive Rolle meist noch bei der Frau bleibt.

Im Laufe ihres Lebens wechseln viele Frauen ihre Verhütungsmethode, weil ihre Bedürfnisse oder Anforderungen andere geworden sind. Auch in diesen Lebenssituationen ist der Frauenarzt/die Frauenärztin kompetenter Ansprechpartner.

Was muss eine optimale Verhütungsmethode alles können?
• Sie sollte absolut sicher sein
• Sie sollte nebenwirkungsfrei oder –arm sein
• Sie sollte leicht anzuwenden sein
• Sie sollte beim Sex nicht stören
• Sie sollte späterem Kinderwunsch nicht im Weg stehen

Leider gibt es keine Verhütungsmethode die rundum optimal ist, dennoch ist die Zahl der Frauen zu der kein passendes Verhütungsmittel gefunden werden kann sehr gering. Darüber hinaus werden die vorhandenen Mittel dauernd verbessert oder neue auf den Markt gebracht.

Wir möchten Ihnen mit unserer Internetpräsentation helfen, sich im Dschungel der verschiedenen Verhütungsmittel zurechtzufinden um die passende Methode zu finden.  Dennoch raten wir zu einem persönlichen Gespräch mit der Frauenärztin/dem Frauenarzt Ihres Vertrauens.

Interessante Links:
www.bzga.de


Hier noch einige häufig gestellte Fragen und unsere Antworten dazu
Wer muss für die Kosten der Empfängnisverhütung aufkommen?
• Für Frauen unter 20 Jahren übernimmt die Krankenkasse die Kosten aller Verhütungsmittel, die vom Arzt verordne werden müssen, also Pille, Pille danach, Hormonstäbchen, Drei-Monats-Spritze, Verhütungspflaster, Verhütungsring, Spirale. Kondome werden nicht von der Krankenkasse bezahlt
• Frauen über 20 Jahre müssen die Kosten selber tragen.

Können auch Frauen über 20 Jahren die Pille als Kassenrezept verordnet bekommen?
• Dies ist nur in den Fällen möglich, in denen die Pille zur Behandlung von Akne oder anderen Androgenisierungserscheinungen verordnet wird. Hierzu sind auch nur wenige Pillen zugelassen. (Diane 35 und Abkömmlinge, Valette)

Kann man auch nach längerer Pilleneinnahme schwanger werden?
• Studien haben gezeigt, dass Frauen die längere Zeit eine Pille eingenommen haben und die, die nie eine Pille eingenommen haben keine Unterschiede in den Schwangerschaftsraten zeigen.

Ist unter der Pille das Krebsrisiko erhöht?
Eine allgemeingültige Aussage ist hierzu nicht möglich, dazu muss man die unterschiedlichen Krebsarten einzeln betrachten:

• Gebärmutterhalskrebs: Hier scheint das Risiko leicht erhöht zu sein, deshalb sollten alle Frauen, die eine Pille einnehmen alle 6 Monate zu gynäkologischen Untersuchung kommen.
• Eierstockkrebs:  Bei Frauen die längere Zeit eine Pille einnehmen, beobachtet man seltener das Auftreten von Eierstockkrebs
• Brustkrebs: Hierzu sind die endgültigen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, die Tendenz zeigt jedoch kein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei der Pilleneinnahme

Bis zu welchem Alter kann man die Pille nehmen?
Liegen keine Risikofaktoren u.a. für Thrombosen oder andere Gefäßerkrankungen vor, kann nach einem ausführlichem Gespräch mit dem Frauenarzt/der Frauenärztin die Pille bis zum 50. Lebensjahr genommen werden.

Was ist der Pearl-Index?
Der Pearl Index ist ein Maß für die Sicherheit einer Verhütungsmethode. Er gibt an wie viele Schwangerschaften unter einer bestimmten Verhütungsmethode eintreten wenn 100 Frauen diese Methode 1 Jahr anwenden.