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Aktuelles

Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen in Deutschland
Sonntag, 02. August 2015
In den vergangenen Tagen gab es vermehrt Pressemeldungen, in denen darüber berichtet wurde, dass Schwangere in... Weiterlesen...
HPV Impfung ab 9 Jahren
Donnerstag, 26. Februar 2015
Ab den 13.2.2015 kann die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs schon ab dem 9. Lebensjahr gegeben werden. Wird die erste... Weiterlesen...
Die Pille danach
Freitag, 16. Januar 2015
"Pille danach" ohne Rezept in Apotheken erhältlich   Pressemitteilung des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF),... Weiterlesen...
Schwere Infektionskrankheiten
Mittwoch, 14. Januar 2015
Schwere Infektionskrankheiten – Alarm bei Kinderwunsch Jedes Jahr sind etwa 40.000 Schwangere in Deutschland nicht... Weiterlesen...
PraxisApp
Dienstag, 13. Januar 2015
Die neue PraxisApp für Patientinnen ist da -für iPhone und Android-Smartphones. Mit der Einführung der PraxisApp... Weiterlesen...
Schwangerschaftsabbrüche
Montag, 12. Januar 2015
Schwangerschaftsabbrüche Frauenärzteverband schlägt kostenlose Verhütung bis 25 Jahre vor   Erneut ist... Weiterlesen...
Kinderwunsch
Sonntag, 11. Januar 2015
Kinderwunsch? Keuchhusten nachimpfen!In Deutschland ist nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts nur noch etwa jeder... Weiterlesen...
Schwangerschaftszucker
Freitag, 09. Januar 2015
Test auf Schwangerschaftszucker jetzt direkt mit den Krankenkassen abrechenbarAb dem 1. 7. 2013 kann sowohl der... Weiterlesen...

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Beschwerden in der Schwangerschaft

Kaum eine Schwangerschaft läuft gänzlich ohne Beschwerden ab. Nicht alle haben Krankheitswert. Im Verlauf der Schwangerschaft ändern sich die Symptome und gehen häufig auch von allein weg. Sie können auch in mehreren durchgemachten Schwangerschaften völlig unterschiedlich sein.

Typische Beschwerden in der Frühschwangerschaft:

  • Übelkeit/Erbrechen: Vielen Frauen ist gerade zu Beginn der Schwangerschaft übel, manche müssen sogar gelegentlich bis mehrmals am Tag erbrechen. Als Ursache wird das Schwangerschaftshormon (Beta-HCG) angesehen. So ist die Übelkeit bei Mehrlingsschwangerschaften häufig stärker ausgeprägt (bei diesen Müttern lässt sich ein deutlich höherer Spiegel an Schwangerschaftshormon im Blut nachweisen) und sie endet bei den meisten Frauen nach der 12.Schwangerschaftswoche, einem Zeitpunkt wo die Produktion von Schwangerschaftshormon nachlässt. Es wird empfohlen mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, am besten schon morgens vor dem Aufstehen. Darüber hinaus ist Ingwer und Vitamin B6 hilfreich. Auch das homöopathische Mittel „Nux vomica“ zeigt manchmal gute Wirkung.
  • Müdigkeit: In der Frühschwangerschaft kommt es häufig zu einem Absinken des Blutdruckes, was sich bei vielen Frauen in Form von Müdigkeit und Kreislaufbeschwerden äussert. Auch diese Symptome enden meist nach der 12. Schwangerschaftswoche. Helfen können Wechselduschen und Bewegung an der frischen Luft.
  • Brustspannen: Bei vielen Frauen ist das Spannungsgefühl in den Brüsten das erste Symptom, das auf eine Schwangerschaft hindeutet. Es wird hervorgerufen durch das schon früh einsetzende Wachstum der Brustdrüsen als Vorbereitung auf die Stillzeit. Auch gelegentlicher Abgang von milchigem Sekret im weiteren Verlauf der Schwangerschaft ist keine Seltenheit. Bei ausgeprägten Beschwerden können kalte Auflagen hilfreich sein.
  • Ziehende Unterbauchschmerzen: Durch das schon früh einsetzende Wachstum der Gebärmutter berichten viele Frauen über Unterbauchschmerzen wie kurz vor ihrer Periode. Diese Beschwerden können durch starke körperliche Belastung verstärkt werden. Durch Einnahme von Magnesium können diese Symptome häufig rasch gelindert werden.
  • Blähbauch: Durch eine vermehrte Gelbkörperhormonproduktion kommt es zu einer Ruhigstellung des Darmes verbunden mit einer erhöhten Produktion von Darmgasen. Die Einnahme von entblähenden Tropfen oder Kautabletten (Lefax, Sab Simplex) verbessert die Beschwerden rasch und ist völlig unbedenklich, da die Substanz nur im Darm wirkt und gar nicht ins Blut aufgenommen wird.

Typische Beschwerden im weiteren Schwangerschaftsverlauf

  • Verstopfung: Genauso wie in der Frühschwangerschaft der Blähbauch durch die Schwangerschaftshormone verursacht wird, kann hierdurch im späteren Schwangerschaftsverlauf eine Darmträgheit mit Verstopfung hinzukommen. Um diesem Problem vorzubeugen sollte auf eine ausreichende Trinkmenge, ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Bewegung geachtet werden. Hilfreich ist auch Obst, Gemüse und Joghurt sowie Milchzucker, der zu den Mahlzeiten eingenommen werden kann
  • Sodbrennen: Auch hier sind die Schwangerschaftshormone, die zu einer Übersäuerung des Magens führen, ursächlich. Häufig tritt diese Symptom aber erst ab einem bestimmten Schwangerschaftsalter (zwischen 20. Und 30. Schwangerschaftswoche) auf, wenn der Gebärmutterhöhenstand die Bauchnabelebene erreicht. Empfohlen werden kleine leicht verdauliche, wenig gewürzte Mahlzeiten, Verzicht auf Süßigkeiten, Kaffee und Tee, Durchführung eines Verdauungsspaziergangs, schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper, Milch oder die Einnahme von säurebindenden Medikamenten
  • Wassereinlagerungen: zunehmende Wassereinlagerungen in Armen und Beinen im Verlauf der Schwangerschaft sind normal, besonders in den heißen Sommermonaten. Auf ausreichende Bewegung und gelegentlichem Hochlagern der Beine sollte geachtet werden. Hilfreich sind auch Kompressionsstrümpfe. Manchen Schwangeren helfen auch sanft entwässernde Methoden wie „Apfel-Reis-Tage“, Brennnesseltee, Spargel oder Ananas. Nur bei gleichzeitigem Auftreten von erhöhten Blutdruckwerten muss an eine Schwangerschaftsvergiftung gedacht werden.
  • Krampfadern: Durch die größer werdende Gebärmutter erhöht sich der Druck im Becken, so dass das Blut aus den unteren Extremitäten (Beine) nicht so gut zurückfließen kann. Bei einer Disposition kommt es dann im Verlauf der Schwangerschaft häufig zur Ausbildung von Krampfadern. Individuell angepasste Stützstrümpfe können Abhilfe schaffen.
  • Muskel-/Wadenkrämpfe: Durch einen Magnesiummangel entstehen in der Schwangerschaft häufig Muskelkrämpfe. Diese können meist rasch durch erhöhte Aufnahme des Spurenelementes gelindert werden.
  • Rückenschmerzen: Die statische Veränderung und die gewebeauflockernde Wirkung der Schwangerschaftshormone führen bei vielen Frauen zu teilweise starken Rückenschmerzen. Zur Linderung dieser Beschwerden können Entspannungsbäder, Massagen oder Bauchstützende Bandagen eingesetzt werden. Bei Gefühls-oder Bewegungsstörungen der Beine sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.