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Aktuelles

Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen in Deutschland
Sonntag, 02. August 2015
In den vergangenen Tagen gab es vermehrt Pressemeldungen, in denen darüber berichtet wurde, dass Schwangere in... Weiterlesen...
HPV Impfung ab 9 Jahren
Donnerstag, 26. Februar 2015
Ab den 13.2.2015 kann die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs schon ab dem 9. Lebensjahr gegeben werden. Wird die erste... Weiterlesen...
Die Pille danach
Freitag, 16. Januar 2015
"Pille danach" ohne Rezept in Apotheken erhältlich   Pressemitteilung des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF),... Weiterlesen...
Schwere Infektionskrankheiten
Mittwoch, 14. Januar 2015
Schwere Infektionskrankheiten – Alarm bei Kinderwunsch Jedes Jahr sind etwa 40.000 Schwangere in Deutschland nicht... Weiterlesen...
PraxisApp
Dienstag, 13. Januar 2015
Die neue PraxisApp für Patientinnen ist da -für iPhone und Android-Smartphones. Mit der Einführung der PraxisApp... Weiterlesen...
Schwangerschaftsabbrüche
Montag, 12. Januar 2015
Schwangerschaftsabbrüche Frauenärzteverband schlägt kostenlose Verhütung bis 25 Jahre vor   Erneut ist... Weiterlesen...
Kinderwunsch
Sonntag, 11. Januar 2015
Kinderwunsch? Keuchhusten nachimpfen!In Deutschland ist nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts nur noch etwa jeder... Weiterlesen...
Schwangerschaftszucker
Freitag, 09. Januar 2015
Test auf Schwangerschaftszucker jetzt direkt mit den Krankenkassen abrechenbarAb dem 1. 7. 2013 kann sowohl der... Weiterlesen...

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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs – natürlich auch bei uns
Seit Oktober 2006/2008 stehen mit den Impfstoffen Gardasil und Cervarix zwei effektive Mittel zur Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs zur Verfügung.

Humane Papillome Viren (HPV) und Krebs
Gebärmutterhalskrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart bei jungen Frauen zwischen 15 und 45 Jahren. Seit längerer Zeit ist bekannt, dass dieser Krebs durch Viren, den sogenannten "Humanen Papilloma Viren" ausgelöst wird. Diese verursachen neben der o.g. Krebsart auch Krebserkrankungen der Scheide und der Schamlippen sowie die als Kondylome bezeichneten Genitalwarzen. Man unterscheidet „high risk“ Typen (16,18,30,31,45 etc) von sogenannten „low risk“ Typen (6,11 u.a.).
Die Übertragung dieser Viren erfolgt hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr. Im Laufe des Lebens infizieren sich ca. 70% aller sexuell aktiven Frauen. Meist heilt eine Infektion folgenlos ab. Ca. 20% der Infektionen verlaufen jedoch chronisch, d.h. das Virus verbleibt in der Scheidenschleimhaut und kann dort und am Gebärmutterhals zu Zellveränderungen führen.

Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?
Kondome verringern zwar das Infektionsrisiko, bieten jedoch keinen sicheren Schutz. Jetzt steht mit den Impfstoffen "Gardasil" und "Cervarix“ein sicherer Schutz gegen Papillomaviren der Typen 6,11,16,18 zur Verfügung. Man kennt zwar noch andere Typen der Papillomaviren, 70-80% aller Gebärmutterhalserkrankungen werden jedoch durch die im Impfstoff enthaltenen Virustypen ausgelöst. Die bislang durchgeführte Früherkennungsuntersuchung mit Abstrichentnahme vom Gebärmutterhals ist also weiterhin sinnvoll und notwendig. Darüber hinaus bietet die Impfung mit Gardasil einen sichern Schutz gegen Genitalwarzen

Wie läuft die Impfung ab?
Um einen Grundschutz zu erlangen braucht man zunächst 3 Impfungen (0-2-6 Monate bei Gardasil und 0-1-6 bei Cervarix). Der Impfschutz hält dann mindestens 5 Jahre, evtl auch länger an. Geimpft wird in den Oberarm

Gibt es Nebenwirkungen der Impfung?
Schwerwiegende Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt. In einzelnen Fällen kann es zur Rötung oder Schmerzen im Oberarm kommen. Allergische Reaktionen gegen den Impfstoff sind theoretisch möglich, und sollten vorher ausgeschlossen werden. Bei den bekannt gewordenen Todesfällen von 2 jungen Mädchen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung konnte kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und Todesursache gefunden werden.


Wer sollte geimpft werden?
Die "Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut (STIKO)" empfiehlt die Impfung für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen, aber auch danach macht sie noch Sinn, da es ja eine hohe Spontanheilungsrate gibt die jedoch keine Immunität hinterlässt. Mit einer Impfung kann einer erneuten Infektion vorgebeugt werden. Für eine Impfung von Jungen liegen derzeit nicht ausreichend Erfahrungen vor, so dass die Impfung zur Zeit von der STIKO nicht für Jungen empfohlen wird. Der Impfstoff ist für Frauen von 9-45 Jahren zugelassen. Auch Frauen oberhalb dieser Altersspanne können von der Impfung profitieren.

Wer übernimmt die Kosten?
Alle gesetzlichen Krankenkassen haben die Kostenübernahme für Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren zugesagt. Die Kosten pro Impfstoff betragen 159 €, hinzu kommen die Kosten der ärztlichen Leistung.

Wie läuft die Impfung in unserer Praxis ab?
Zunächst sollte ein ärztliches Vorgespräch über Nutzen und Risiken der Impfung erfolgen.  Den Impfstoff haben wir jederzeit in der Praxis. Bei allen  Krankenkassen erfolgt die Abrechnung der Apotheke sowie des Arztes direkt mit der Krankenkasse. Zur Impfung selber ist keine Terminvereinbarung notwendig. Bitte an den Impfausweis denken.

Interessante Links zu diesem Thema
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_humane-papillom-viren-hpv--was-sind-humane-papillomviren-hpv-_911.html
http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/hpv-impfung.php